Jürgen Kröger (1856 - 1928) 
  • seit 1882 Mitarbeiter des Architekten Johannes Otzen in Berlin
  • ab1893 selbstständig; 1908 "Kaiserlicher Baurat"
  • Durch den Historismus geprägt, entwickelte er vielfältige Gestaltungsmodelle
    für unterschiedliche Gemeinde- und Raumkonzepte.
  • Er fertigt Entwürfe für mindestens 24 Kirchen, 2 Synagogen,
    mehrere Denkmäler, Villen, und Fabrikgebäude
  • nach 1918 Rückzug in die Heimat Schleswig-Holstein, wo er 1928 in Innien stirbt
Jürgen Kröger
Brüderkirche Altenburg

Brüderkirche Altenburg Neogotische Backsteinkirche, 1905 eingeweiht. Schaugiebel und Eckturm sind die typische Lösung Krögers für ein Straßengrundstück. Im Grundriss ist die Brüderkirche ein achteckiger Zentralbau, der eine Mischung aus dem Eisenacher Regulativ (auf den Chor ausgerichtet) und dem Wiesbadener Programm (Altar und Kanzel im Zentrum der Gemeinde)
Kirche Berlin- Alt Tegel

Kirche Berlin- Alt Tegel 1912 eingeweihte Dorfplatzkirche im neoromanischen Stil mit breitem Westturm, der an die Wehrtürme des Mittelalters erinnert. Das Kirchenschiff unter romanischen Rundbögen und Würfelkapitellen ist streng auf den Altar ausgerichtet, der erhöht in der halbrunden Chorapsis steht.
Trinitatiskirche Riesa

Trinitatiskirche Riesa 1897 eingeweihte Natursteinkirche in den Formen der Romanik. Der Zentralbau über dem griechischen Kreuz und der Vierungsturm sind Ausdruck einer versuchten Umsetzung des Wiesbadener Programms. Der Innenraum ist auf Wunsch der Gemeinde jedoch streng auf Chor und Altar ausgerichtet. Zentralbauten sind beliebte Lösungen Krögers für freie Stadtplätze
Nathanaelkirche Berlin-Schöneberg

Nathanaelkirche Berlin-Schöneberg 1903 eingeweihter neogotischer Backsteinbau. Der Kreuzbau bezieht sich mit den hohen gotischen Staffelgiebeln an den Querhäusern, deren Blendarkaden und dem Dachreiter über der Vierung auf die märkische Backsteingotik sowie die Bautradition der Mönchsorden, die die Mark Brandenburg christianisierten.
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